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Was Content Marketing mit Marke zu tun hat.

Gestern habe ich mit einem Kumpel telefoniert der in der Firma in der er arbeitet gerade eine neue Digitalstrategie entwickelt und sich ein wenig an uns orientieren will. Wir sind zwar von einer Digitalstrategie weit entfernt aber wir versuchen stetig in unserem Blog zu posten, regelmässig Newsletter zu versenden und Instagram und Facebook zu bespielen. Funktioniert für uns gut. Ich find´s natürlich cool dass du mich um Rat fragst! Daher hab ich mich hingesetzt und etwas runtergeschrieben für Dich. Quasi personalisierter Content.
Es ging also um die Themen Content Ideen, Entwicklung, Distribution, Kanäle, Blog, Instagram, Facebook dies, das und so weiter. Wie bekommen wir Content an Start? Wie fange ich an? Ich habe Dir hier nochmal meine Ratschläge zusammengefasst:

Eine unvollständige, unsortierte und unkorrigierte Tipp Sammlung zu Content Marketing

Marke: Message/Werte/Positionierung
Wenn Du das nicht in ein paar Sätzen runterschreiben kannst wofür Euer Laden steht und was ihn besonders macht und dein Unternehmen schon länger existiert dann kümmer dich zuerst um diese kulturellen Aspekte. Da musst Du mit dem Chef reden. Den Kurs muss er setzen. Vorher gibt’s keine Inhalte mit Seele. Viel Content da draussen ist einfach nur „Google Juice“ und getextet für SEO. Das sind dann Inhalte für Maschinen. Schreib für mich. Versuch mich zu begeistern. Keine Frage ist Content-Marketing eine Technik die auch höhere Unternehmensziele erreichen soll. Aber vor allem ist das ganze eine Sache der Haltung der Marke. Nicht jeder Inhalt muss direkt Verkaufsfördernd sein. Das versteht der Vertrieb nicht. Das versteht sogar manchmal der Marketingchef nicht. Weisst Du wer die Idee am ehesten versteht? Ein Chef der sein Unternehmen selber aufgebaut hat. Ich weiss dass dein Chef es versteht. Sei froh und arbeite mit ihm einen Kurs aus.

Team
Das wichtigste ist: Du musst ein Team haben die hinter dem ganzen stehen. Du brauchst Verbündete die kapieren wie und warum man Inhalt für die verschiedenen Kanäle produziert und welche Zielgruppen man damit anspricht. Ohne Crew keine Party. Guck dich in deinem Team um: Wer nutzt Social Media privat? Das sind deine Spielkameraden.

Führung
Wenn Du kein Team hast, bau es, führe es an.
Einer muss der Content-Captain sein und dafür brennen Inhalte rauszuhauen, Leute erreichen zu wollen. Du bestimmst Themen und wie sie auf den Kanälen erzählt werden. Manchmal wirst Du das alles verkehrt machen und dich verschätzen. Manchmal werden die Inhalte nicht so stark wie Du Dir das ausgemalt hast. Content Marketing ist KEINE Wissenschaft. Vieles ist Zufall und Ergebnis von Fleiss.

Tonalität
Du hast doch in einer Band gespielt. Als Marke is man nix anderes als ne Band. Sieh neuen Content als neuen Song einer Band. Meist kann man an den ersten 4 Takten hören welche Band es ist. Dein Content muss wie Du klingen.

DIY
Du musst Punker sein und auch mal halbfertige Dinger raushauen. Niemand interessiert ob der Text immer zu 100% korrekt und poliert ist. Siehe dieser Beitrag. Word markiert nichts rot, aber aufgrund meiner schlechten Rechtschreibskills sind bestimmt Fehler drin. Punktuation kann ich auch nicht, hilft dieser Text Dir deswegen weniger? Ist er weniger relevant für dich? Content-Marketing ist nicht: Die auf dem Blog veröffentliche Pressemitteilung. Das ist Schrott. Content – Marketing will den Leuten Inhalte an die Hand geben die nützlich sind. Wenn Du Kante zeigst, biste ehrlich und das macht eine Marke aus. Ehrlichkeit ist das Gegenteil von dem was uns die Werbeindustrie seit Jahren serviert. Ich lasse mich jetzt nicht über Werbung aus aber würde Henry Fords berühmtes Zitat ändern und sagen dass 80% der Werbung Geldverschwendung ist für Unternehmen. Einen noch: Desto schlechter die Produkte/Marke, desto mehr muss für Werbung ausgegeben werden. Also vergiss alles was Werber runterbeten. Machs selber und geh los: Machen, senden, testen, messen, lernen…

Storys
Story ist King. Such in deiner Firma nach den Nerdthemen: Wer geht abends in den Keller und tüftelt da? Wo sind die Projekte / Lösungen von denen heute noch in der Firma erzählt wird? Wo sind die Freaks die belächelt werden weil sie Fachidioten sind? Da findest Du deine Storys. Erfahrungsgemäss wollen diese Mitarbeiter nicht gerne vor die Kamera. Foto machen, Text schreiben, zitieren – Blogpost. Frag deine Kunden wo Ihr ihnen am meisten geholfen habt, wo sie euch für abfeiern. Wo bringt ihr den Nutzen? Wo seid ihr die besten? Ruf deine Kunden an und frag Sie warum sie mit Euch arbeiten. Frag ob Du ein Zitat von Ihnen nutzen darfst. Testimonials sind super Storys.

Bilder
Sie müssen eine Story erzählen und scharf sein. Das ist erstmal alles was ein gutes Bild ausmacht. Fotografen brauchst Du für deinen Blogcontent nicht. Iphone, Diggi.

Strategie
Scheiss drauf und fang an. Diese ganzen Content “how to Strategy blabla” Präsentationen halten einen nur ab vom wichtigen: Content rausballern, testen, messen, lernen. Themen werden sich entwickeln. Nutze Google Analytics und guck was funktioniert und was nicht. Mach mehr von den Inhalten die gut funktionieren. Mach weniger von denen die nicht funktionieren. Jedes Unternehmen hat mind. 3 Zielgruppen: 1.Potentielle Mitarbeiter 2.Kunden 3.Partner. Was beschäftigt sie ? Welche Probleme haben sie?

SEO
Ja das ist wichtig. Viel wichtiger ist aber dass deine Kanäle alle technisch Top sind. Top Website die einfach funktioniert und mobil optimiert ist. SEO Texte sind mittlerweile glaube ich sogar schädlich. ich optimiere die Blogbeiträge auf unserem Blog teilweise mit Yoast. Aber ich glaube dass es nicht gut ist wenn man zuviel auf SEO achtet. Das macht dich und deine Inhalte kaputt. Wegen der Seite: Hol Dir einen erfahrenen Programmierer dazu der weiss wie eine Seite funktionieren muss. Hol Dir einen Designer dazu der digital kann. Vergiss Print. Hol Dir die Digitalkids zum spielen.

Ende der Durchsage. (Vorerst)

Vielleicht schreibe ich die Liste weiter. Vielleicht lasse ich das aber auch so unfertig. Das tolle daran ist: Ich kann das alles einfach so behaupten und nur Du entscheidest ob es Sinn macht. Ich bin kein Content-Marketing Guru oder Experte. Das sind alles Schaumschläger. Meine Ratschläge sind Learnings und Beobachtungen aus eigenen Projekten und vor allem aber auch aus der Arbeit für unsere Kunden.

Wer gerade nichts zu tun hat kann den Text gerne erweitern, korrigieren und hier unten als Kommentar posten. Ich würde mich freuen. All hail Open Source! Jetzt muss ich schnell den Klopapierhalter und Spiegelschrank im Klo aufhängen.
Also, gib Gas und viel Spaß! Ruf an wenn Du nicht weiterkommst.

Weihnachten? Bei uns noch nicht!

Die Timelines sind geflutet von Weihnachtsspots. Wir hauen lieber nochmal was sommerliches raus. Vor 14 Tagen haben wir einen trockenen Tag erwischt und sind ganz unweihnachtlich durch Hamburg gecruist. Für die DA Direkt haben wir dabei mit Grayling einen Onlinespot produziert.



Mehr Infos zur Produktion bei uns im Blog

Und wieder da.

Na das kann ja was geben. Ich sitze hier gerade vor Davinci und mit fällt während einer Renderpause ein dass ich meinen Blog mal wieder aktivieren könnte.

Der triebhafte Drang

Mit Schreibmaschine, Schere, Kopierer und Prittstift haben wir damals angefangen eigene Fanzines zu publizieren. Zu den Inhalten zählten Interviews mit Bands, Szeneaktivisten sehr viele Konzertberichte und Plattenreviews (wovon wir uns die meisten Platten selber zulegten und dann abfeierten da wir sie ja teuer bezahlt hatten). Ich glaube das erste Fanzine kam recht fix nach unserer ersten Bandgründung. Es musste ja eine eigene Plattform her. Da wir sehr schlecht waren wollte nämlich keiner über uns schreiben. Heute wird ja schon vor der ersten Bandprobe Merchandising gestylt, ne Facebook Seite erstellt und ein Bandshooting organisiert. Wir haben den Proberaum die ersten sechs Monate als Kneipe zweckentfremdet, ein paar Gitarren kleingestellt und ordentlich gekifft.

Frauen kannten wir keine, also gab es für uns nur Drugs & Rock´n Roll. Da wir aber auch mal ein wissen wollten ob die Sarah wirklich so gut ausgestattet war wie es der weite Pulli vermuten liessen, war klar: Wir mussten jetzt auch mal musizieren. Unser erstes Demotape verschickten wir an ca. 10 Fanzines zur Besprechung. Wir nahmen uns die Kritik zu Herzen. Das zweite Demotape verschaffte uns einen Plattenvertrag der sich als Vollkatastrophe heraustellte. Wir wurden abgezockt. Was aber toll war: Wir haben Feedback bekommen in Form von Reviews und Konzertanfragen aus ganz Deutschland. Diese Misere führte dazu dass ich die Schnauze voll hatte von der Musik und eine ganze Zeit war nur malochen angesagt. Wenn man malocht hat man Geld und damit habe ich mir nach diversen Vinyl und Gitarren Kaufanfällen einen PC gekauft. Man war das ein Werkzeug ! Musik hören, , Bilder bearbeiten, schreiben, Plattensammlung archivieren. Ich fands richtig geil und entwickelte mich sehr schnell zum Nerd. Mein Freund Jan hatte dann mit einem 14.4er Modem den ersten Dialup im Dorf am Start und ich kam nicht mehr klar.

Internet ! Wie hab ich das nur ohne dich ausgehalten? Einen Monat später habe ich HTML gelernt und die erste Seite online gehabt. Das erste Konzept eines quasi Onlinemagazin / Portals(Ohne dass ich dass bedacht habe): Ich habe meine Lieblingssongs von alten und seltene Platten digitalisiert und diese auf einer privaten (auf meinen Namen registrierten) Website zum download zur Verfügung gestellt. Hallo Musikpiraten. Hallo relevanter Content. https://web.archive.org/web/20010201051400/http://oldschoolbaby.de/

Das war die Übergangszeit von 33.6er Modems auf 56k Geräte. Das Feedback per Mail und die Requests haben mir sehr gut gefallen. Ich hatte Kontakt zu vielen Leuten in der ganzen Welt und habe Mp3s getauscht. Music makes the world go round. Vor Napster, Morpheus, Kazaa, Emule und auch Itunes oder Spotify. Talking about Early Adopters. Die Seite hatte recht hohen Traffic. Ich habe diese aber nach einiger Zeit eingestampft da auch mich die Horrormeldungen von Hausdurchsuchungen und Software Piraterie erreichen. Ich glaubte anfangs ja nicht dass sich jemand grossartig für die paar Mp3´s interessierte. Mehr als 10.000 Downloads pro Monat belehrten mich eines besseren und es hat mir ein bischen Angst gemacht.

Zu der Zeit habe ich mich aber auch wieder mit dem Skateboard beschäftigt dass jahrelang in der Ecke stand und nur ganz selten mal zum cruisen ausgepackt wurde. Skatevideos fand ich schon immer grossartig. Zeigten diese uns doch unsere grossen Helden in Übersee zu der coolsten und angesagtesten Mucke. Schon damals machten Skatevideosongs auf MC gebannt die Runde und es wurden die Credits / Abspänne mitgeschrieben um dann zu schauen wo man den heissen Scheiss auftreiben konnte für den nächsten Sampler. (Mit dem aufkommen der Filesharing Dienste war dann das Thema auch endgültig beendet. Es gab die allerneusten Videos zum Download noch vor Release. Hashtag IRC sag ich nur. Was da abging war wahnsinn).

Über einen Kumpel habe ich Zugang zu einer Videokamera bekommen. Zu der Zeit war Digitalvideo am kommen und ich hatte dann auch recht fix eine eigene digitale Videokamera am Start. Über einige verwirrende Umwege und Jahre später habe ich dann mit 23 Jahren meine erste Fernsehsendung für MTV produziert. Wenig später stand ich dann vor Aufgaben wie das Vainstream Festival aufzuzeichnen, Events & Livegigs für Converse zu dokumentieren, Video Content Strategien zu entwickeln , Unternehmensfilme zu drehen und andere schöne Dinge mit bewegten Bildern auszutüfteln. Mein Ausbildungsberuf heisst offz. „Mediengestalter für Digital und Printmedien Fachrichtung Mediendesign“. Gelernt habe ich in dem Laden aber wohl eher Fotografie und Druckproduktion. Die Faszination für Prozessketten in der Herstellung eine Produkts hat mich bis heute nicht losgelassen und die vielen technischen Variablen innerhalb Filmproduktionen lassen meine Augen leuchten.

Die komplette Videogeschichte habe ich mir nebenher selber unter die Sohlen genagelt, quasi neben der Ausbildung noch eine zweite Fachrichtung selber gelernt. Für mich als hyperaktives Kind war das genau richtig. Was aber das allerwichtigste ist: Ich weiss einfach zu 100 % dass ich der geborene Producer bin durch meine tiefe DIY Überzeugung. Diese Philosophie ist fest in unserer Piratelove DNA verankert und es ist das schützenswerteste was wir an Wert in der Company haben. Diesen Wert präge nicht nur ich. Dieser Wert wird von allen getragen, denn alle haben einen DIY Hintergrund, alle haben selber Ihre Dinge am Laufen gehabt oder auch noch teilweise am laufen, der eine hat früher mit 2 Videorekordern Videosampler von Chaostagen und Ausschreitungen mit Punk Mucke unterlegt, der andere war DJ und hat die ersten Technoparty in Münster organisiert, wieder andere haben in Bands gespielt, haben Filme gedreht, fotografiert, betreiben gemeinnützige Vereine oder haben einfach ihre eigene Klamottenfirma. Jede Person wurde durch andere Geschichten dazu berufen in unserem Netzwerk Filme und Content zu produzieren. Aber der Ursprung dieser Berufung ist ist immer der triebhafte Drang etwas zu produzieren. Es ist in unserem Blut.

Content !

Contentmarketing. Das neue Buzzword. Haben wir doch schon immer gemacht. Skateboarding, Music – Anders wurde/wird in diesen Bereichen doch fast gar nicht geworben. Mehr Infos gibts dazu in unserer aktuellen Newsletter Serie zum Thema.
Die Contentwaffe #1

Die Contentwaffe #2
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Und nochmal ein paar Flicks die wir in den letzten Wochen umgesetzt haben:

Elbriot 2014 Thank You Movie.
Heavy Metal is the law und wir haben uns gefreut die Wikinger von Amon Amarth als Soundtrack für das After Movie gewinnen zu können.

Dahle Tutorial 3D Popup Karte

Für Dahle haben wir ca. 40 neue Video released. Unter anderem 3 Tutorials die die
Produkte im kreativen Einsatz zeigen. Talkin´Contentmarketing.

Wedi USA Brandmovie

Der Markenfilm /Factorytour für wedi USA mit dem TV Heimwerkerking Bryan Baeumler ! Ohne viel Schnack und Gelaber haben wir die wedi Welt auf den Punkt gebracht.

LIVE Videos Vainstream 2014

Da kommt noch einiges und wir freuen uns dass die Videos so gut ankommen. Vor allem

an der Tonqualität haben wir extrem gearbeitet. Hört man und die Kids feiern es!

Bring me the Horizon

Stick to your Guns

Heaven shall Burn

Bury Tommorow

Produktionsnotizen Volcom DamnAM, Portugal

Nachdem der Skatepark in Amsterdam leider platt gemacht wurde, um mehr Platz für Yuppiewohnungen und irgendwelchen anderen Quatsch zu schaffen, musste die europäische Edition des DamnAM Contest von Amsterdam, Holland nach Lissabon, Portugal umziehen. Also packten Jan-Malte und ich unsere Cases und verschifften diese und uns selbst vom 16.-21. July nach Cascais.
Diesmal also keine Frikandeln, Huren und Dealergesocks sondern Beachlife im Monacostyle mit Ferraris, hochgestellten Polohemdkragen, vielen Rentnern und einer Truppe Skaterats. Cascais ist ein kleines Küstenstädtchen, 45 Km von Lissabon entfernt und hat durch die felsige Küste und die kleinen Strände den Charme eines Fischerdorfs, welches von Touristen überrannt wurde. Viele dicke Hotelbauten neben sehr alter und klassischer Architektur in Form von Häusern an denen der Zahn der Zeit nagt.
Städtetrip mäßig war es eine witzige und sehr positive Erfahrung. Wir haben die Gastfreundschaft der Portugiesen genossen. Vor allem habe ich mich aber über die Taxifahrer gefreut, die immer wieder neue kreative Wege gefunden haben uns über viele verschiedene Routen ans Ziel zu bringen und dafür immer verschiedene Beträge fällig waren. Natürlich hatten sie nie Kleingeld dabei und somit rundeten wir die Beiträge immer fleißig auf. Da das Taxifahren in Portugal sehr günstig ist (ca. 1/3 von unseren Preisen) war das auch OK.

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Aber wir waren ja nicht zum Taxifahren nach Cascais gekommen.

Der Skatepark in Cascais ist eine Nummer für sich. Das Design des Parks und die Qualität der Obstacles sind herausragend und zumindest ich habe sowas zum ersten Mal gesehen. Bei der ersten Begehung am Mittwoch mussten wir uns intensiv mit den Kamerastandpunkten beschäftigen, um alle Hotspots des Parks in die Kisten zu kriegen. Die erste Idee, einen großen Kamerakran in die Fläche zu bauen, haben wir wieder verworfen, da sich die Kamerakräne meist zu träge verhalten. Zudem haben wir zwar ein professionelles Rentalhouse in Lissabon aufgetan – Bei deren Servicequalität sich die deutschen Verleiher mal eine Scheibe abschneiden könnten (Lieferservice / Top Preise / Top Equipment) – aber leider wussten wir da noch nicht, was für eine Crew uns erwartet. Wir ziehen die Volcom Produktion mit lokalen Kameramännern durch, da wir die Szenen Vorort einbinden wollen und Skateboardfilmer an den Kisten brauchen, die Contest Abläufe verstehen und die sportlichen sowie ästhetischen Aspekte des Sports einfangen können. Der Kranplan wurde also verworfen und stattdessen stellten wir einen Cherrypicker am Rande des Skateparks auf – was dann auch der wichtigste Kamerastandpunk des Wochenendes wurde.
Während wir auf und am Parcour mit JVC GY-HN700 Mühlen und Canon 5.5-100er Powerzooms arbeiten, packten wir unsere Sony PMW 200 oben in den Kirschenpflücker, da dieser nur begrenzt Raum bot.
Auf die Fläche haben wir Ivan mit einer Panasonic HPX 250 inkl. des Extreme Fisheye von Century Optics geschickt. Seine Aufnahmen wurden uns mit einer Teradek Bolt HDSDI Funkstrecke in die Bildregie gesendet und bis auf wenige hitzebedingte Ausfälle funktionierte das sehr gut.

Grade am Carlsbad Gap und dem großen Handrail konnten wir so schicke Fisheye Shots reinholen und die Kamera immer dorthin schicken, wo grade die Action abging. Das einzige Problem war hierbei, dass die Kamera / Optik Kombi sehr weiche Bilder macht und die Panasonics immer einen sehr warmen Touch haben. Dafür ließen sich die JVCs gut mit der Sony mischen und unsere kleine mit dem Halbzöller machte sich hervorragend zwischen den JVCs mit Broadcast Optiken. Je später der Abend wurde desto kontrastreicher wurden die Bilder und die starke Abendsonne brachte die Chips ans Limit. Besonders stark zeigte sich das an der GoPRO 3 die wir für die Livestream Moderatoren über einem Monitor befestigt hatten. Da war einfach irgendwann Feierabend. Aber selbst unsere Canon 6D mit der wir die Making of Bilder geschossen haben war am Limit. Genug gemeckert, am meisten habe ich mich über die Shots aus dem Cherrypicker gefreut und bei Totalen / Establisher Shots konnten wir wunderbar den Atlantik im Hintergrund sehen.

Auch der Ton ist bei so einer Produktion eine wichtige Komponente. Grade bei bis zu fünf Moderatoren, Liveinterviews und Feld-Ton ist es Sinnvoll sich Papier und Stift zu schnappen um das Signalrouting aufzumalen. Aufgrund der relativ kleinen Crew habe ich mir sämtliche Mikrosignale über 3 Mischpulte (2 Livestream Moderatoren + Gast / 2 Live Moderatoren / DJ / Feld-Ton) vorgemischt und über die Behringer Splitter / Mixer Kombi ins Black Magic Atem Production Studio4K geroutet. Ich musste nur jeweils den richtigen Channel am Splitter heiß schalten und dann irgendwann wieder abdrehen. Das war easy und wenn man keinen Tontechniker am Set hat sind mutebare einzelne Kanäle dein bester Freund. Bis auf einige kleine Patzer – in einem Commercial Reel war der Feld-Ton einer Kamera zu hören – hat das wunderbar funktioniert.

Die zweite nicht weniger wichtige Audioebene sind die Kommunikationswege zwischen Kameracrew, Regie und Moderatoren sowie Runner und Techniker.
Diese mussten wir aufgrund der örtlichen Gegebenheiten über Walky Talkys mit In-Ear Monitoring regeln. Es fehlte uns schlichtweg die Zeit ein vernünftiges Interkom System in Lissabon aufzutreiben. Die Verleiher in Deutschland kamen für dieses Projekt nicht in Frage und so nutzen wir unsere Walky Talkys die dann auch erstaunlich gut funktionierten.

Kommunikation ist alles. Das gilt grade bei einer Liveproduktion, bei der es viele Einsätze zu koordinieren gibt und wir keinen wirklichen Showrunner haben. Alles passiert in unserer Bildregie über mich und Will Graham von Volcom. An dieser Stelle muss ich auch mal ein Dankeschön an unsere Freunde von Volcom raushauen: Will & Jeb: You Guys rock and its a pleasure to work with you on the Volcom Events all over Europe! Die Jungs sind immer tiefenentspannt und lassen uns fast alle produktionstechnischen Entscheidungen treffen. Es ist jedes Mal wieder eine Herausforderung, unter unbekannten lokalen Bedingungen und überschaubaren Budgets, dass maximale an Production Value rauszuholen. Keine Frage, sind das aber auch die Produktionen bei denen wir am meisten lernen. In einer perfekten Welt zuhause, wo man sein Netzwerk nutzen kann, ist es relativ einfach eine Produktion zusammenzudengeln. Im Ausland ist es jedes Mal ein absolutes Abenteuer und immer wieder eine neue Herausforderung. Deswegen sind das auch tolle Momente wenn man den Hammer fallen lässt und man wieder merkt: Das haben wir wieder ein Stück besser gemacht als letztes mal.
Wir haben an diesem Wochenende in Portugal eine Menge gelernt, viele nette Leute kennenlernen dürfen und das Land, das tolle Essen sowie die herzliche Gastfreundschaft genießen dürfen.

Obrigado Portugal: Been there – done that!

Jetzt freuen ich mich schon auf die nächste Produktion im September! Da gehts mit Volcom ins Baskenland.

Mehr Making of Fotos gibt es auf unserer Facebook Seite zu sehen!

IMG_0955Anne Waterkant

IMG_0958Cruisen

IMG_0987Mood

IMG_1043Park overview

IMG_1074Superbier

IMG_1089Room with a view

Bildschirmfoto 2014-07-18 um 13.18.21Looks like a plan.

Bildschirmfoto 2014-07-18 um 13.20.13Wat is los ?

Bildschirmfoto 2014-07-28 um 15.11.01Cameraboy & Girls.

Bildschirmfoto 2014-07-28 um 16.12.35Cherrypicker zwischen Beinen.

 

Bildschirmfoto 2014-07-28 um 16.12.44Prizes Prizes Prizes

 

Bildschirmfoto 2014-07-28 um 16.13.21Den Adler hätte ich gerne mitgenommen.

 

 

Bildschirmfoto 2014-07-28 um 16.13.30Truck ausladen #likeabaerty

Bildschirmfoto 2014-07-28 um 16.13.43Wahnsinnige Routing Diagramm Schmiererei die ich jetzt selber nicht mehr verstehe. Hat aber funktioniert…

Bildschirmfoto 2014-07-28 um 16.13.56Nassim im epic Gegenlicht, aus der Hüfte mit dem Iphone geschossen.

 

Bildschirmfoto 2014-07-28 um 16.14.17I fucking miss you Cascais!

https://www.facebook.com/parquegeracoes – Die Facebook Seite vom Park in Cascais.

http://www.volcom.com/ Highlights und der archivierte Livestream.

http://www.piratelove.de